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TU Berlin

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Methoden der empirischen Sozialforschung

Der Hauptarbeitsschwerpunkt des Fachgebiets (FG) liegt in der Weiterentwicklung qualitativer und quantitativer Methoden der empirischen Sozialforschung und Evaluation. Die Methodenforschung schlägt im quantitativen Bereich Brücken zur Mathematik, Informatik und Geoinformatik, im qualitativen Bereich zur Geschichtswissenschaft und anderen Kultur- und Geisteswissenschaften. Die Methodenforschung des FGs nimmt vornehmlich die Gestalt von Methodenexperimenten im Rahmen laufender Forschungsprojekte an. Bedingt durch die aktuellen inhaltlichen Forschungsthemen des FGs, des IfS und der Fakultät VI, liegt der derzeitige Schwerpunkt auf methodischen Innovationen, die für die Raum-, Innovations- und Wirtschaftssoziologie von besonderer Relevanz sind. Hierzu gehören:

•    Methoden-Mix
    
(einschließlich Methoden der interdisziplinären Forschung)
•    Methoden der Prozessanalyse und der Innovationsforschung
    
(einschließlich Methoden der Längsschnittsanalyse und der historischen
     Soziologie)
•    Methoden der Raumforschung
    
(einschließlich der Methoden des regionalen und interkulturellen Vergleichs)
•    Methoden der Evaluationsforschung
    
(einschließlich Lehrevaluation)
•    Methoden der Marktsoziologie
•    Methoden der Genderforschung
•    Prozessproduzierte Daten
    
(einschließlich visuellen Daten und sozialen Buchführungsdaten)
•    Datenauswahlstrategien, Stichprobenprobleme und Nonresponse
•    Skalierungsverfahren

Prozesse – Innovationen - Risiken

Die Prozesssoziologie bildet einen weiteren Arbeitsschwerpunkt des Fachgebietes. Fragen, die wir uns stellen sind: Wie können Verlaufsmuster (also Regelmäßigkeiten sozialen Handelns und deren Wandel) empirisch adäquat erfasst werden? In welchem Verhältnis stehen Prozesse, Innovationen und Risiken? Wie verlaufen Innovationsprozesse in verschiedenen Feldern (z.B. Wissenschaft, Wirtschaft), (wie) können sie gestaltet werden und welche Risiken treten hierbei auf? Wie gehen soziale Akteure mit sozialem Wandel, Innovationsprozessen bzw. Risiken um? Wir gehen derzeit insbesondere folgenden Fragen nach:

•    Inno-Kolleg
     DFG-Graduierten-Kolleg “Innovationsgesellschaft heute: Die reflexive
     Herstellung des Neuen”
•    Neue Formen der Forschungsorganisation
     Teilprojekt C des BMBF-Verbundprojekts genderDynamiken
     („genderDynamiken. Fallstudien zur Verschränkung von Fachkulturen und
     Forschungsorganisationen“)
•    Risikowahrnehmung und -verhalten
     Arbeitspaket 4 des BMBF-Projekts ASKURIS  („Anthropogene Spurenstoffe und
     Krankheitserreger im urbanen Wasserkreislauf“)
•    SIEU („Sociological Inquiry and Evaluation of UniCat”)
     Projekt im Z-Bereich des DFG-Exzellenzclusters UniCat  (“Unifying
     Concepts in Catalysis”)
•    Methoden der Prozessanalyse und der Innovationsforschung
     (einschließlich Methoden der Längsschnittsanalyse und der historischen
     Soziologie)
•    Prozessproduzierte Daten
     (einschließlich visuellen Daten und sozialen Buchführungsdaten)

Raumsoziologie

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Raum hat in der Soziologie eine lange Tradition. Neuere Ansätze gehen davon aus, dass Raum sozial konstruiert ist: Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen von Raum, nutzen und (re-)produzieren ihn auf unterschiedliche Weise. Das Fachgebiet befasst sich in verschiedenen Projekten damit, wie diese Prozesse funktionieren und wie sie methodisch erforscht werden können. Fragen, die wir derzeit verfolgen, sind:

•    Methoden der Raumforschung
     (einschließlich der Methoden des regionalen und interkulturellen Vergleichs)
•    Orientierung und Interaktion mit Karten in Räumen
•    Raumgestaltung, Raumaneignung und Orientierung
      Grundzüge einer Soziologie der Raumkonstitution
•    Wirtschaftspraktiken („Lokale Konventionen des Friseurwesens:
      Städtische Eigenlogik in Wirtschaftspraktiken“). Projekt der
      DFG-Forschungsgruppe “Eigenlogik der Städte”


Marktsoziologie

Die Wirtschaft kapitalistischer Marktwirtschaften kann als ein System mehrerer miteinander verwobener Teilmärkte mit jeweils spezifischen Eigenschaften konzipiert werden (z.B. Arbeits-, Geld-, Produktionsgüter- und Konsumentenmärkte). Wirft man den Blick auf einen einzelnen Markt (etwa auf den Friseur- oder Wassermarkt), so fällt auf, dass Märkte nicht ein „Ding an sich“ sind. Vielmehr produzieren, vertreiben und tauschen Zulieferer, Produzenten, Handel und Konsumenten entlang der Wertschöpfungskette („Supply Chain“) Güter und Dienstleistungen gegen Geld, und die Akteure innerhalb einer Akteursgruppe stehen miteinander im Wettbewerb. Weitere wichtige Marktakteure sind Arbeitnehmer, politische Akteure und die Medien. Moderne (Massen-)Märkte sind so gesehen sehr lange und komplexe Interdependenzketten aus individuellen und kollektiven Akteuren. Ausgangspunkt der Forschung des FGs ist daher die Annahme, dass reale Märkte sozial konstruiert und strukturiert sind und folglich in ihrer konkreten Ausgestaltung national und historisch variieren – es ist die Aufgabe der Forschung, Dynamiken und Funktionsweisen von spezifischen Märkten aufzuzeigen.

Wechselt man die Perspektive auf einzelne Menschen, so fällt auf, dass diese primär über zwei Markttypen an die Wirtschaft gebunden sind: über Arbeitsmarkte (zur Erwirtschaftung von Geld) und über Konsumgütermärkte (zum Kauf von Konsumgütern). Der Arbeitsmarkt ist eines der wichtigsten Allokationsmittel moderner Gesellschaften, das die Lebenschancen von Menschen in fast allen Bereichen des Alltags beeinflusst und Sozialstruktur und Wirtschaft miteinander verbindet. Bindeglied zwischen Sozialstruktur und Arbeitsmarkt sind insbesondere Tarifpolitik, Sozialstaat und das Bildungssystem. Insbesondere die Hochschulen und Wissenschaft setzen in den meisten Industrieländern die Voraussetzungen für individuelle Karriereverläufe.

Ausgehend von diesem Rahmen, verfolgen wir derzeit folgende Teilfragen:

•    Methoden der Marktsoziologie
•    Wirtschaftspraktiken  („Lokale Konventionen des Friseurwesens:
      Städtische Eigenlogik in Wirtschaftspraktiken“). Projekt der
      DFG-Forschungsgruppe “Eigenlogik der Städte”
•    Risikowahrnehmung und -verhalten
      Arbeitspaket 4 des BMBF-Projekts ASKURIS  („Anthropogene
      Spurenstoffe und Krankheitserreger im urbanen Wasserkreislauf“)
•    SIEU („Sociological Inquiry and Evaluation of UniCat”)
      Projekt im Z-Bereich des DFG-Exzellenzclusters UniCat 
      (“Unifying Concepts in Catalysis”)
•    Neue Formen der Forschungsorganisation
      Teilprojekt C des BMBF-Verbundprojekts genderDynamiken
      („genderDynamiken. Fallstudien zur Verschränkung von Fachkulturen
      und Forschungsorganisationen“)

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