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Datenauswahlstrategien, Stichprobenprobleme und Nonresponse

1. Beschreibung des Forschungsschwerpunkts

Die Auswahl geeigneter Datenträger ist zentral für jedes Forschungsprojekt, da von der Auswahlstrategie die Verallgemeinerbarkeit der Forschungsergebnisse bzw. die Übertragbarkeit auf andere Themenbereiche abhängt. Die „klassische“ Methode der Datenauswahl in der quantitativen Sozialforschung ist die Zufallsstichprobe.

Für die qualitative Sozialforschung sind Zufallsstichproben jedoch i.d.R. nicht geeignet. Vielmehr ist die bewusste Auswahl von Daten bzw. ein theoretisches Sampling angemessen. Im Gegensatz zur quantitativen Sozialforschung hat sich die qualitative Sozialforschung allerdings fast überhaupt nicht mit dem Thema Datenauswahl befasst. Auch wie diese Auswahlstrategien in konkreten Anwendungsfeldern zu gestalten sind, ist noch kaum diskutiert.

Aber auch in der quantitativen Sozialforschung muss das Thema neu aufgegriffen werden, da in den vergangenen Jahren einerseits neue Datenformen – wie etwa Online-Befragungen oder quantitative prozessproduzierte Daten – mehr und mehr genutzt werden, andererseits bei den herkömmlichen Datenerhebungsformen (z. B. Face-to-Face- oder telefonische Befragung) die Ausschöpfungsquoten so stark gesunken sind, dass dies die Stichprobenqualität beeinflussen kann. Die Forschung des Fachgebiets in diesem Themenbereich befasst sich deshalb mit der Entwicklung bzw. Weiterentwicklung (alternativer) Datenauswahlstrategien, der Ergründung von Ausfallursachen und der Ausarbeitung von Maßnahmen zur Steigerung der Datenqualität.

2. Ausgewählte Publikationen

  • Behnke, Joachim / Baur, Nina / Behnke, Nathalie (2006): Empirische Methoden der Politikwissenschaft. Paderborn: Ferdinand Schöningh. S. 129-200 [1]
  • Baur, Nina (2004): Wo liegen die Grenzen quantitativer Längsschnittsanalysen? Reihe: Bamberger Beiträge zur empirischen Sozialforschung. Band 23. Bamberg [2]
  • Baur, Nina / Lamnek, Siegfried (2005): Einzelfallanalyse. In: Mikos, Lothar / Wegener, Claudia (Hg.): Qualitative Medienforschung. Konstanz: UVK. S. 241-252 [3]
  • Baur, Nina / Florian, Michael J. (2008): Stichprobenprobleme bei Online-Umfragen. In: Jackob, Nikolaus / Schoen, Harald / Zerback, Thomas (Hg.) (2008): Sozialforschung im Internet. Methodologie und Praxis der Online-Befragung. Wiesbaden: VS-Verlag. S.109-128
  • Baur, Nina / Lahusen, Christian (2005): Sampling Process-Generated Data in order to Trace Social Change: The Case of Newspapers. In: van Dijkum, Cor / Blasius, Jörg / Durand, C. (Hg.) (2005): Recent Developments and Applications in Social Research Methodology. Opladen: Verlag Barbara Budrich (e-book) [4]
  • Baur, Nina (2009): Measurement and Selection Bias in Longitudinal Data. A Framework for Re-Opening the Discussion on Data Quality and Generalizability of Social Bookkeeping Data. In: Historical Social Research/Historische Sozialforschung (HSR) 34 (3). 9-50
  • Baur, Nina (Hg.) (2009): Social Bookkeeping Data: Data Quality and Data Management. Special Issue of Historische Sozialforschung/Historical Social Research (HSR). 34 (3) [5]

3. Vorträge und Laufende Arbeiten

  • Baur, Nina: One Some Neglected Issues Concerning Multi-Level Mixed Methods Sampling. The Case of Market Sociology. Aufsatz im Begutachtungsprozess
  • Baur, Nina (2008): Regional Variation in Survey Nonresponse. The Case of Germany. Vortrag auf der Tagung “3MC” (International Conference on Survey Methods in Multinational, Multiregional and Multicultural Contexts), 25. – 19.06.2008, Berlin / auf der Tagung “7th International Conference on Social Science Methodology” des ISA RC 33 (Research Committee on Logic and Methodology). 1.-5.7.2008, Neapel (Italien)
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