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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Katharina Kretzschmar

Promovierende

Technische Universität Berlin
Fakultät I Geistes und Bildungswissenschaften
Zentrum für Antisemitismusforschung


katharina.kretzschmar@campus.tu-berlin.de
Tel.: 22811

Forschungsinteressen:

  • Oral History,
  • Qualitative Methoden
  • Orale Tradition, Intergenerationelle Erzählen,
  • Intergenerationelle Weitergabe von Traumata
  • Kollektive und individuelle Identitätskonstruktion
  • Entstehung und Funktion von Feindbildern und Stereotypen
  • Zeitgeschichte Europa , Naher Osten

 

Dissertationsprojekt:

Identitäten im Konflikt – Die Bedeutung des intergenerationellen Erzählens über die Nakba innerhalb der palästinensischen Gesellschaft und dessen Einfluss auf die Identitätskonstruktion und das Selbstbild von Angehörigen der sogenannten dritten Generation.

Die Arbeit untersucht anhand von biographischen Interviews Funktion und Bedeutung des intergenerationellen Erzählens über al Nakba 1948 (arabisch: die Katastrophe) innerhalb der palästinensischen Gesellschaft(en) in Israel, Gaza und der Westbank, sowie dessen Wirkung auf die Identitätskonstruktion und Selbstverortung von Palästinensern der sogenannten dritten Generation.

Diese Generation von Palästinensern hat die Nakba 1948 nicht selbst erlebt und speist ihr Wissen vor allem aus den Erzählungen der Eltern- und Großelterngeneration.

Dem intergenerationellen Erzählen kommt für das kollektive palästinensische Erinnern eine hohe Bedeutung zu, da es (v.a. in Israel) eine öffentliche Erinnerungskultur ersetzt und als Träger für die als bedroht empfundene palästinensische Identität und Geschichte fungiert. Die oft betonte palästinensische Identität hat basierend auf dem kollektiven Erinnern einen hohen Stellenwert im palästinensischen Diskurs. Für die, in Israel, der Westbank, dem Gazastreifen und den Lagern in den umliegenden arabischen Ländern unter divergierenden Bedingungen lebenden Palästinenser hat das kollektive Identitätskonstrukt homogenisierenden Charakter.

Für die qualitative Untersuchung wurden problemzentrierte biographische Interviews mit Palästinensern aus Israel, der Westbank und dem Gazastreifen durchgeführt, die für ihr Studium nach Deutschland gekommen sind. Der mehrjährige Auslandsaufenthalt in Deutschland ist ebenfalls Gegenstand der Interviews. Die Folgen der (mindestens) temporären Migration führen oftmals zu Konflikten mit dem ursprünglichen Umfeld, dessen Normen und Regeln in Frage gestellt werden. Entsprechend der Grounded Theory wurden induktiv Daten erhoben und anhand entstandener Keywords ausgewertet. 

 

Mitgliedschaften:

 

Vorträge und Präsentationen:

  • 2012 Forschungskolloquium Israel Studies Universität Heidelberg (Prof. Dr. Noam Zadoff, Ben-Gurion Guest Chair für Israel Studies)
  • 2013 DOT Deutsche Orientalisten Tage Münster
  • 2014 DAVO Deutsche Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient Köln
  • 2016 Sussex Migration Graduate Conference, Brighton Posterpräsentation
  • 2017 Conference Memory Studies Association MSA Second Annual Conference in Copenhagen

 

Publikationen:

 

Wissenschaftliche Aufsätze:

BIOS, Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebenslaufanalysen. „Die transgenerationale Weitergabe von Erinnerung und ihre Funktion in der palästinensischen Gesellschaft“ In Vorbereitung
 

Handbuchartikel:

Handbuch des Antisemitismus Band 7, Wolfgang Benz (Hrsg.) im
Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung
„Friedrich Fürst Wrede: Die Goldschilds“
„Joseph Roth: Das Spinnennetz“
„Roderich Müller-Guttenbrunn: Die Studenten von Hohenstadt“

Handbuch des Antisemitismus Band 6 , Wolfgang Benz (Hrsg.) im
Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung
„Die Tägliche Rundschau“
„Maximilian Parmod: Antisemitismus und Strafrechtspflege“
„Adolf Bartels – Rasse“

Geschichte der Freien Universität Berlin. Band 2. Ereignisse- Orte- Personen. 2008.
„Der Henry Ford Bau“
 

Rezensionen:

„Ich bin Salafist“ Rezension zu Mohammad Abu Rumman Sachbuch. „Selbstbild und Identität radikaler Muslime im Nahen Osten“ Zenith 1/2016
„Time and Remains in Palestine“ Rezension zum Bildband von Morrison.“ Zenith 2/2016
„Mein Israel.“ Rezension zum Bild und Interviewband Ali Ghandtschi: „Juden und Palästinenser erzählen." Zenith  4/2015
„Der Islam der uns Angst macht“ Rezension zum Sachbuch Taher Ben Jellouns. Zenith 3/2015
Michail Scholochow – im Duell mit der Zeit. Rezension zum Sachbuch von Willi Beitz. Beiträge zu Leben und Werk“. In: JahrBuch für die Forschung zur Geschichte der Arbeiterbewegung 2009
 

Journalistische Veröffentlichungen:

„Erinnern aber wie?“ DE Magazin des Auswärtigen Amtes. 9/2016
„Ohne Sehnsucht gibt es keine Heimat. Interview mit dem Schriftsteller Abbas Khider über Flucht und Exil. DE Magazin des Auswärtigen Amtes. 7/2016
„Nichts wie weg“. Die syrischen Aktivistinnen Rasha Abbas und Ameenah Sawwan. Kultur, Literatur, Interview Zenith 2/2016
„Jeder kämpft für sich allein.“ Interview mit Abbas Khider über sein Buch „die Ohrfeige“. Dossier, Planet der Flüchtlinge, Akteure. 1/2016
„Die Kluft des Konflikts“. Rezension zu Lizzie Doron: Who the Fuck is Kafka. Zenith 2015
„Brief in die Auberginenrepublik“ Rezension zum Roman von Abbas Khider. Kultur, Literatur, Nahost. Zenith 4/2013

Zusatzinformationen / Extras

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