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TU Berlin

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Interaktionsformen von Wissenschaft und Wirtschaft

 

Mit der wachsenden Bedeutung von Drittmitteln für die Forschungsfinanzierung und dem Wachstum wissenschaftsbasierter Industrien ist auch die Bedeutung der Privatwirtschaft für die akademische Forschung in den letzten Jahrzehnten gestiegen. Der potenzielle Einfluss von Unternehmen auf die Wissenschaft wird dabei, zugespitzt formuliert, entweder als legitime Sicherstellung von Anwendungsorientierung und gesellschaftlicher Relevanz der Forschung betrachtet oder unter Schlagwörtern wie Kommerzialisierung und Neoliberalisierung als Gefahr für Autonomie und Qualität der Forschung gesehen. Darüber hinaus gibt es in der Wissenschaftssoziologie zahlreiche theoretische Arbeiten, die der Wissenschaft als spezifischem Feld der Gesellschaft eine begrenzte externe Steuerbarkeit diagnostizieren.

Im Forschungsprojekt soll eine detaillierte Betrachtung der Interaktion von Wissenschaft und Wirtschaft erfolgen, indem über Interviews mit Forschenden und Industrievertretern konkrete kausale Mechanismen und Einflusskanäle identifiziert werden sollen. Dabei soll der Blick über die gängigen Mechanismen wie Drittmittel und Forschungskooperationen hinaus auch auf indirekte Einflüsse über Patentverhandlungen, Publikationen der Industrieforschung, Wechselkarrieren zwischen Industrie und Forschung oder technische Leitbilder geschärft werden. Wir greifen dabei auf die Methode des leitfadengestützten qualitativen Interviews zurück, die mit Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen und Industrien geführt werden.

 

Insgesamt wird die ökonomische Einflussnahme auf drei Dimensionen untersucht:

  • Die Mechanismen, die den verschiedenen Einflusskanälen der Wirtschaft auf die Wissenschaft zugrunde liegen
  • Die potenziellen Interaktionen zwischen den einzelnen Einflusskanälen
  • Die Integration der empirisch vorzufindenden Einflüsse in die theoretischen Diagnosen begrenzter externer Steuerbarkeit von Wissenschaft

 

Für die Wissenschaft werden somit qualifizierte Erkenntnisse über die Bedeutung von Industrieeinflüssen angestrebt und für die Wirtschaft die Nutzung von akademischen Forschungsergebnissen erörtert.

 

Ausführlichere Projektbeschreibung und Informationen zum Datenschutz

 

Forschungsgebiete
Wissenschaftssoziologie
Wirtschaftssoziologie
Hochschulforschung
Methoden der empirischen Sozialforschung

Ansprechpartner
Christopher Grieser
Mitarbeiter am Fachgebiet Methoden der empirischen Sozialforschung TU Berlin
Email:
Telefonnummer: 030 / 314 - 73307

Technische Universität Berlin
Fakultät VI: Planen - Bauen - Umwelt
Institut für Soziologie
Projekt „Interaktionsformen von Wissenschaft und Wirtschaft“

Sekretariat FH 9-1
Fraunhoferstraße 33-36
10587 Berlin
Raum: FH 910

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