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TU Berlin

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Arbeitsmarkt – Sozialstaat – Sozialstruktur

1. Beschreibung des Forschungsschwerpunkts

Die Sozialstrukturanalyse betont seit jeher, dass Menschen unterschiedliche Lebenschancen haben. Wichtige Dimensionen sozialer Ungleichheit sind u.a. Raum (regionale Unterscheide, Stadt-Land-Unterschiede), Geschlecht, soziale Schicht (bzw. Klasse, Milieu oder Lebensstil), Ethnizität und Alter. Bereits die Vertreter der sozialen Marktwirtschaft betonten, dass Sozialstruktur und Wirtschaft – insbesondere der Arbeitsmarkt – eng miteinander verwoben sind, da der Markt wesentliches Allokationsmittel moderner Gesellschaften ist. Bindeglied zwischen Sozialstruktur und Arbeitsmarkt sind insbesondere Tarifpolitik und Sozialstaat. Parallel dazu werden im privaten Bereich Basisleistungen für wirtschaftliches Handeln erbracht, so etwa die Erziehung und Ausbildung von Kindern (die später dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen sollen) oder die Regeneration der Arbeitskraft von Arbeitnehmern insbesondere über durch Hausarbeit erbrachte Leistungen. Beachtet man diese Reproduktionsarbeit, so fällt ins Auge, dass auch in modernen Gesellschaften der Mensch nicht vereinzelt sondern als Paar (i.d.R. Mann – Frau) oder Gruppe (Familie) auftritt. Erwerbs- und Reproduktionsleistungen werden oft arbeitsteilig erbracht. Insofern zeigen sich etwa Bezüge zwischen Arbeitsmarkt und Geburtenentwicklung oder Wirtschafts- und Geschlechtersoziologie.

Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Sozialpolitik und Geschlechterbeziehungen sind folglich eng aufeinander bezogen. Allerdings können diese Beziehungen unterschiedlich gestaltet werden. Im internationalen Vergleich sind „Varianten des Kapitalismus“, „Wohlfahrtsregime“ bzw. „Genderregime“ erkennbar. Auch innerhalb Deutschlands zeigen sich in Umfragedaten deutliche Einstellungsunterschiede im Ost-West-Vergleich. Ob auch andere regionale Unterschiede existieren und wie institutioneller Rahmen, Alltagspraxis und Einstellung zusammenhängen, ist noch weitestgehend unklar.

Weiterhin haben infolge der Internationalisierung der Wirtschaft bestimmte Bevölkerungsgruppen (Personen mit niedriger Bildung, Migranten mit geringen Deutschkenntnissen) immer schlechtere Arbeitsmarktchancen. Da das „klassische“ hegemoniale Männlichkeitsbild vom beruflich erfolgreichen Mann ausgeht, stellt sich die Frage: Wie weichen in Deutschland marginalisierten Männlichkeiten von hegemonialen Männlichkeiten ab? Sind etwa Gewaltausbrüche an Schulen oder ethnische Konflikte Folge dieser Marginalisierung? Ist eine Reintegration dieser Gruppen in den normalen Arbeitsmarkt möglich? Wie wirken sich diese Konflikte in Partnerschaften bzw. in kleinräumigen Strukturen, etwa in Stadtteilen oder an Schulen aus? Sind besondere Regionen besonders belastet, weil sich die Probleme summieren?

2. Ausgewählte Publikationen

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